Zweifellos ist eine gute medizinische Versorgung ein wichtiger Standortfaktor und Grundpfeiler für ein attraktives und gesundes Lebensumfeld. Laut Kassenärztlicher Vereinigung Bayern finden die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Bad Kissingen derzeit noch eine gute ärztliche Versorgung vor, allerdings zeigt die Realität mit Patientenaufnahmestopps und langen Wartezeiten mancherorts ein anderes Bild. Bereits heute zeigt die Bevölkerungsstatistik, dass die über 60-jährigen 34% der Landkreisbevölkerung ausmachen – bis 2042 wird diese Zahl auf knapp 43% steigen und damit auch der Bedarf an hausärztlicher Versorgung.

Der Landkreis verfolgt den Ansatz, alle Bürgerinnen und Bürger gut zu versorgen und für ihre Belange einzutreten sowie die Attraktivität der Region stetig zu stärken und auszubauen. Die Gesundheitsregionplus Bäderland Bayerische Rhön hat daher das Ziel priorisiert, gemeinsam mit erfahrenen, etablierten und aus der regionalen Gesundheitsstruktur nicht wegzudenkende Hausärztinnen und Hausärzten junge Medizinerinnen und Mediziner für den Landkreis zu begeistern. Die Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus und der Landkreis Bad Kissingen ermöglichen in diesem Zuge bis zu acht Medizinstudierenden der Julius-Maximilian-Universität Würzburg ein vorgezogenes Blockpraktikumplus. Die Studierdenden des neunten Fachsemester müssen ein zweiwöchiges Pflichtpraktika in einer Hausarztpraxis - einer sogenannten akademischen Lehrpraxis - ableisten.

Neben dem Prakikum dürfen die Studierenden im September weitere medizinische Zusatz-Workshops, die gemeinsam mit einigen Hausärtzinnen und Hausärtzen geplant werden, besuchen. Ein weiteres Plus stellt das Kennenlernen des Zentrums für Telemedizin (ZTM) und die neuartigen technischen Unterstützungsmöglichkeiten im Praxisalltag dar. Auch ein kleines Freizeitprogramm wird geboten, um einige Highlights unserer Region kennenzulernen. Natürlich sind die Studierenden in der Zeit des Praktikums in der Region untergebracht.